Eine Wettervorhersage entsteht durch eine Kombination von verschiedenen Methoden und Technologien. Zunächst einmal sammeln Wettervorhersagedienste eine Vielzahl von Daten und Informationen über das aktuelle Wetter.
Die moderne Meteorologie hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Was früher auf reiner Beobachtung basierte, ist heute ein hochkomplexer Prozess, bei dem Supercomputer Milliarden von Rechenoperationen pro Sekunde durchführen.
Der Weg zur Prognose in 5 Schritten
Sammlung von Daten
Zuerst müssen aktuelle Daten gesammelt werden, die den Ist-Zustand beschreiben. Dazu gehören Messwerte von Wetterstationen, Bojen, Radiosonden, Satellitenbildern und Radardaten. Wichtig: Die Qualität der Prognose hängt massiv von der Güte dieser Daten ab. Während der Pandemie fehlten z.B. Flugzeugdaten, was die Vorhersagen messbar ungenauer machte.
Modellierung des Ist-Zustands
Die gesammelten Daten werden von Supercomputern zusammengesetzt. Dabei entsteht ein digitales Abbild der aktuell vorherrschenden Atmosphäre – das "Initialfeld".
Berechnung der Vorhersage
Supercomputer verarbeiten die Daten mit mathematischen Modellen (NWP). Der DWD nutzt hierfür beispielsweise das Globalmodell ICON. Je nach Region kommen unterschiedlich fein aufgelöste Modelle wie ICON-EU oder ICON-D2 zum Einsatz.
Darstellung
Die rohen Computerdaten (grib2-Dateien) sind für Menschen unlesbar. Sie werden in Modellkarten und Diagramme umgewandelt. Wir bei Wetterblick generieren daraus die stündlichen und täglichen Vorhersagen für jeden Ort.
Interpretation
Hier kommt der Mensch ins Spiel. Meteorologen analysieren die Karten, ziehen Schlüsse und nutzen ihre Erfahrungswerte, um prägnante Berichte für TV, Radio oder Internet zu erstellen.
"Wettervorhersagen sind keine exakte Wissenschaft, sondern Wahrscheinlichkeiten. Unvorhergesehene Ereignisse können Prognosen jederzeit beeinflussen."
