Ein Gewitter entsteht in der Regel durch die Kombination von Feuchtigkeit, einer instabilen Luftmasse und einem Auslösermechanismus. Man kann den Prozess in fünf wesentliche Schritte unterteilen:
Feuchtigkeit: Der Treibstoff
Gewitter bilden sich meistens in feuchten Luftmassen mit hohem Wasserdampfanteil. Diese Feuchtigkeit gelangt durch Verdunstung über Landflächen oder Ozeanen in die Atmosphäre.
Instabile Luftmasse: Das Fundament
Wird feuchte Luft am Boden stark erwärmt (z.B. durch Sonne), beginnt sie aufzusteigen. Wenn die aufsteigende Luft wärmer bleibt als die Umgebungsluft, steigt sie wie ein Heißluftballon immer weiter nach oben – die Atmosphäre ist "instabil".
Auslösermechanismus: Der Funke
Damit die Luft den entscheidenden Impuls zum Aufsteigen bekommt, braucht es oft einen Auslöser: Eine Gebirgskette, eine Kaltfront oder eine Konvergenzlinie (wo Winde aufeinandertreffen) zwingen die Luftmassen in die Höhe.
Wolkenbildung: Kondensation
Beim Aufstieg kühlt die Luft ab. Da kalte Luft weniger Feuchtigkeit speichern kann, kondensiert der Wasserdampf zu Tröpfchen oder Eiskristallen. Es entsteht die typische Amboss-Wolke (Cumulonimbus).
Gewitterbildung: Die Entladung
Starke Auf- und Abwinde in der Wolke trennen elektrisch geladene Teilchen. Es baut sich eine enorme Spannung auf, die sich schließlich als Blitz entlädt. Die plötzliche Ausdehnung der erhitzten Luft erzeugt das Donnergrollen.
"Zusammenfassend ist ein Gewitter das Ergebnis einer starken vertikalen Durchmischung innerhalb einer Wolke, gespeist durch feucht-warme Energiequellen."
