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Alle Messnetze gemeinsam gibt es auf der Messwertkarte.

Das amtliche Messnetz des Deutschen Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst betreibt in Deutschland über 180 hauptamtliche Klimastationen sowie mehrere hundert automatische Messstationen und Niederschlagsmesser. Alle Sensoren sind geeicht und nach WMO-Standard aufgestellt: Temperatur und Luftfeuchte in 2 Meter Höhe in einer Strahlungsschutzhütte, Wind in 10 Meter Höhe. Diese Werte sind die Referenz für die offizielle deutsche Klimastatistik, für amtliche Unwetterwarnungen und als Eingangsdaten der Wettermodelle.

Warum DWD-Werte rund 20 Minuten verzögert erscheinen

Zwischen Messung und Veröffentlichung liegen beim DWD Qualitätssicherung und Übertragung — in der Praxis etwa 20 Minuten. Auf der Messwertkarte ist das am Datenalter-Punkt erkennbar: Beim aktuellsten Zeitschritt sind DWD-Stationen typischerweise gelb markiert. Geht man auf der Zeitachse zurück, liegen die Werte vollständig vor und die Punkte werden grün. Wer Messwerte in Echtzeit braucht, ergänzt die Karte um das private Wetterblick-Netzwerk.

Geeichte Referenz und dichtes Ergänzungsnetz zusammen

Die Stärke der DWD-Stationen ist ihre Vergleichbarkeit über Jahrzehnte, ihre Schwäche die geringe räumliche Dichte. Kleinräumige Starkregenzellen, städtische Wärmeinseln und Kaltluftseen in Tälern fallen zwischen den offiziellen Standorten oft durch das Raster. Auf der Messwertkarte lassen sich deshalb beide Messnetze gemeinsam einblenden — die amtlichen Werte als Anker, die privaten Stationen für die Auflösung dazwischen.