Für Stormchaser, Spotter und Fotografen

ChaseLab
Die Werkbank für Unwetterlagen.

Radar, Gewitterzellen, Hagelgrößen, Blitze und Warnungen liegen übereinander auf einer Vollbildkarte – an einem gemeinsamen Zeitstrahl, live aktualisiert. Kein Klicken zwischen fünf Karten, um eine Lage zu verstehen.

Kostenlos · ohne Anmeldung · läuft im Browser

Warum ein eigenes Werkzeug?

Eine Gewitterlage einzuschätzen heißt, mehrere Datenquellen gleichzeitig zu lesen: Wo steht die Zelle, wohin zieht sie, wie hoch reicht sie, was kommt hinterher, und welche Warnung liegt schon auf dem Gebiet. Auf getrennten Kartenseiten ist das eine Rechenaufgabe im Kopf – und die macht man nicht am Steuer.

Das ChaseLab legt diese Quellen deshalb übereinander und hängt sie an eine gemeinsame Zeitachse. Der Name ist wörtlich gemeint: eine Werkbank, auf der man Radardaten auseinandernimmt. „Stormchaser" ist, wer davor sitzt.

Was drinsteckt

Jeder Bereich macht dieselbe Lage aus einer anderen Richtung greifbar.

Alle Ebenen, frei kombinierbar

Jede Ebene lässt sich einzeln zuschalten und in der Deckkraft regeln – Radar unter Hagelgrößen, Zellen über allem.

  • Radar mit 2-Stunden-Nowcast
  • Gewitterzellen (KONRAD3D) inklusive Mesozyklonen
  • Hagelgrößen und Hagelspur
  • Niederschlagssumme 1 / 6 / 12 Stunden
  • Erwartete Summe für 30 / 60 / 120 Minuten
  • Starkregen-Polygone und DWD-Warnungen
  • Blitzdichte und Satellitenbild (Infrarot)

Ein Zeitstrahl für alles

Alle Ebenen hängen an derselben Zeitachse. Wer sie schiebt, schiebt Radar, Zellen, Hagel und Warnungen gemeinsam – sonst vergleicht man Momente, die nicht zusammengehören.

  • Abspielen, anhalten, Bild für Bild
  • Live-Pin: springt automatisch auf den neuesten Stand
  • Aktualisierung alle 60 Sekunden

Abfangmodus

Beantwortet die drei Fragen unterwegs: Welche Zelle lohnt sich, komme ich rechtzeitig hin, und wo stehe ich dann richtig?

  • Erreichbarkeitsringe auf Basis eines Fahrmodells
  • Zielrangfolge mit Trend – wird die Zelle stärker oder schwächer?
  • Vorgeschlagene Beobachtungsposition
  • Licht- und Fotohinweis aus dem Sonnenstand
  • Kernkurs-Warnung mit Ausweichrichtung

Analyse statt Bauchgefühl

Für die Einschätzung vor Ort und die Nachbereitung daheim – jeder Wert ist an seiner Koordinate abfragbar, nicht nur als Farbe auf der Karte.

  • Werte-Inspektor per Fadenkreuz, über beide Karten verknüpft
  • Zellliste und Zell-Details mit Vertikalprofil
  • Vergleichsansicht: zwei Ebenensätze nebeneinander
  • Storm-relative Ansicht und Prognosekegel

Gebaut für den Einsatz im Feld

Ein Arbeitsgerät für draußen, oft nachts, oft mit schlechtem Netz und einer Hand am Lenkrad. Das prägt die ganze Oberfläche.

  • Alarme bei Annäherung, Hagel und Mesozyklone – mit Ton und Vibration
  • Sprachausgabe und große Beifahrer-Ansicht
  • Rotlicht-Modus: erhält die Dunkeladaption der Augen
  • Displaysperre aus (Wake Lock)
  • Überbrückt Funklöcher und sagt, wie alt die Daten sind

Weitergeben

Was man gesehen hat, will man zeigen – der Gruppe unterwegs oder hinterher in der Auswertung.

  • Bildexport der Karte mit Zeitstempel und Ebenenliste
  • Teilbarer Link, der genau die eigene Ansicht öffnet
  • Tastenkürzel für alle häufigen Handgriffe

Beim ersten Öffnen führt dich das ChaseLab herum

Die Ebenen, der Zeitstrahl und der Abfangmodus sind viel für den ersten Blick. Deshalb beginnt der erste Aufruf mit einer knappen Führung direkt auf der echten Oberfläche – sie zeigt, wo was liegt, und dauert etwa eine Minute. Überspringen geht jederzeit mit Esc.

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Häufige Fragen

Warum heißt es ChaseLab und nicht Stormchaser?

Weil „Stormchaser" beschreibt, wer das Werkzeug benutzt, und nicht, was es ist. ChaseLab ist der Name des Werkzeugs: eine Werkbank für Radardaten. Gesucht wird weiterhin nach Stormchasern – deshalb liegt diese Erklärseite auch unter dieser Adresse.

Was kostet das ChaseLab?

Nichts. Es ist Teil von Wetterblick und ohne Anmeldung nutzbar. Es gibt keine Pro-Version und keine Funktionen hinter einer Bezahlschranke.

Läuft es auf dem Handy?

Ja. Auf kleinen Bildschirmen klappen Panels und Legende zusammen, damit die Karte den Platz bekommt. Gedacht ist es für ein Tablet oder Handy in der Halterung – und für einen Beifahrer, der es bedient.

Funktioniert es ohne Netz?

Nur begrenzt, und das ist Absicht. Wetterdaten, die eine Stunde alt sind, wären beim Chasen wertlos oder gefährlich. Das ChaseLab überbrückt die Minuten zwischen zwei Funklöchern: Es zeigt den letzten Stand weiter und schreibt dazu, wie alt er ist.

Woher kommen die Daten?

Radar, Zellverfolgung, Hagelgrößen, Starkregen und Warnungen stammen vom Deutschen Wetterdienst, das Satellitenbild von EUMETSAT, die Grundkarte von OpenStreetMap. Die Nowcast- und Summenprodukte rechnet Wetterblick daraus selbst.